Magistrat muss Kosten und Vergabe des Kunstprojekts Konstablerwache offenlegen

Aug. 7, 2026

FRANKFURT. Angesichts aktueller Recherchen des Hessischen Rundfunks über die Vergabe des 2,3 Millionen Euro teuren Kunstprojekts an der Konstablerwache fordert der Frankfurter FDP- Landtagsabgeordnete Yanki Pürsün umfassende Transparenz vom Magistrat.

„Über Kunst kann man streiten. Bei 2,3 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln muss aber nachvollziehbar sein, wie die Entscheidung zustande gekommen ist und wofür das Geld ausgegeben wird. Der pauschale Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse reicht bei einem vollständig aus Steuergeld finanzierten Projekt nicht aus“, erklärt Pürsün.

Die Stadt solle zumindest die einzelnen Kostenblöcke, die Begründung für den Verzicht auf ein Vergabeverfahren und die Entscheidungsgrundlagen veröffentlichen. Dass weder die Höhe der an die Künstlerin fließenden Miete noch die Aufbaukosten öffentlich gemacht werden, hält Pürsün für nicht hinnehmbar.

Pürsün: „Ich habe schon im Römer mehr Transparenz beim Umgang mit öffentlichen Mitteln eingefordert. Das gilt für soziale Träger genauso wie für Prestigeprojekte. Transparenz schützt nicht nur den Steuerzahler, sondern auch diejenigen, die ordentliche Arbeit leisten.“

Hintergrund:
Hessenschaubericht vom 06.08.2026

https://www.hessenschau.de/kultur/millionenprojekt-ohne- ausschreibung-frankfurter-kreativszene-uebt-kritik-an-konsti-kunst- v1,konstablerwache-kunst-kritik-104.html

https://www.hessenschau.de/newsletter/hessen-am-abend-eine- neue-spionage-abteilung-in-wiesbaden—und-teure-kunst-in-frankfurt- v1,hessen-am-abend-donnerstag-246.html